DRINGENDER APPELL SUIZIDPRÄVENTION MUSS IN DEUTSCH LAND NACHHALTIG GEFÖRDERT WERDEN

Verbände der Suizidprävention wenden sich an Beteiligte der Koalitionsverhandlungen.

Pressemitteilung
Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro), Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), Deutsche Akademie für Suizidprävention (DASP)


Dringender Appell –
Suizidprävention muss in Deutschland nachhaltig gefördert werden


Kassel, 04. November 2021 – Die deutschen Verbände der Suizidprävention wenden sich aktiv an die Beteiligten der Koalitionsverhandlungen und die Bundestagsabgeordneten. Es gilt, die Suizidprävention nachhaltig durch politische und gesetzgeberische Initiativen zu fördern. Grundlage für die Empfehlungen ist ein aktueller wissenschaftlicher Bericht, an dem über 60 Expertinnen und Experten beteiligt waren.

Jeder Mensch, der Hilfe in einer suizidalen Krise sucht, soll Hilfe finden
Suizidprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die WHO fordert wissenschaftlich fundierte Suizidpräventionsstrategien. Diese werden in Deutschland noch nicht ausreichend gefördert. Das Nationale Suizidpräventionsprogramm für Deutschland hat Empfehlungen entwickelt, wie diese Förderung politisch und gesetzgeberisch erreicht werden kann.
Suizidpräventive Aktivitäten und Projekte zeichnen sich durch eine chronische Unterfinanzierung aus. Bislang fehlen gesetzliche Regelungen zur Suizidprävention in Deutschland.

Zentrale Empfehlungen
Die Verbände der Suizidprävention wenden sich an die politisch Verantwortlichen im Deutschen Bundestag und bei den Koalitionsverhandlungen. Basis dafür ist der aktuelle Lagebericht zur Situation der Suizidprävention in Deutschland vom Nationalen Suizidpräventionsprogramm, der im September 2021 veröffentlicht wurde. Die zentralen Empfehlungen sind:
* die nachhaltige Förderung qualifizierter niedrigschwelliger/barrierefreier suizidpräventiver Angebote in Deutschland
* die nachhaltige Förderung des Nationalen Suizidpräventionsprogramms und regionaler Netzwerke
* die Einrichtung einer bundesweiten Informations- und Koordinationsstellestelle zur Suizidprävention
* die nachhaltige Verbreitung von Informationen über die Hilfen in suizidalen Krisen und die Möglichkeiten, im Alter und bei tödlich verlaufenden Erkrankungen auch ohne Hilfen zum Suizid in Würde zu sterben
* die nachhaltige Unterstützung für Hinterbliebene nach Suizid und Angehörige von suizidalen Personen
* die nachhaltige Berücksichtigung suizidpräventiver Aspekte in gesetzlichen Beschlüssen und Vorhaben
* die Förderung der Forschung.


Die Empfehlungen mit weiteren Informationen finden Sie hier
Der gesamte Bericht zur aktuellen Situation der Suizidprävention steht online zum  Download  bereit
Die Pressemitteilung finden Sie hier