Mit Expertise wirksame und neue Wege
der Prävention entwickeln

Das Kernstück unserer Arbeit: Die mit Experteninnen und Experten besetzten Arbeitsgruppen haben unterschiedliche Schwerpunkte, um Präventionsarbeit aus den verschiedenen Blickwinkeln erfolgreich zu gestalten. Sie können weitere Expertise zur Bearbeitung der jeweiligen Aufgaben hinzuziehen. Die Arbeitsgruppen haben die Aufgabe,

  • Interventionen auf den Ebenen der indizierten, selektiven und universellen Prävention zu entwickeln,
  • hierbei jeweils geschlechterspezifische Aspekte zu berücksichtigen und
  • Vorschläge für die Evaluation zu erarbeiten.

ZU DEN AUFGABEN DER ARBEITSGRUPPEN GEHÖREN IM EINZELNEN:
 

  • die Erfassung der Probleme und Erhebung von Defiziten im jeweiligen Bereich
  • die Sichtung bisheriger Initiativen und Ergebnisse in dem jeweiligen Bereich
  • die Erarbeitung von Projektvorschlägen und Maßnahmen
  • die Initiierung von Projekten, deren Begleitung und Umsetzung
  • die Förderung der Vernetzung in ihrem Bereich
  • die Einwerbung von Mitteln sowie
  • die Erstellung von Aufklärungs- und Hilfsmaterialien

Die Arbeitsgruppen organisieren sich in Eigenverantwortung und wählen ihre Sprecherinnen und Sprecher mit einfacher Mehrheit. Die gewählten Personen können die Steuerungsgruppe bitten, Entscheidungen der geschäftsführenden Leitung des NaSPro zu überprüfen und ggf. zu revidieren.

 


Die Arbeitsgruppen in Deutschland

„Suizidprävention in der medizinischen Versorgung“
Sprecherin & Sprecher: Prof. Dr. Barbara Schneider/Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf 
Kontakt: gesundheitswesen@naspro.de

Die Arbeitsgruppe widmet sich der Suizidprävention im Bereich der stationären und ambulanten Behandlung einschließlich ihrer komplementären Einrichtungen (Somatische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin) sowie der Akut- und Notfallversorgung und soll nachhaltige Verbesserungsmöglichkeiten u.a. im Bereich der Strukturen und der Aus-, Fort- und Weiterbildung erarbeiten. Ein wichtiger Aspekt der Arbeitsgruppe stellt die Suizidprävention im Palliativ- und Hospizbereich dar. Hier ist besonders auch die Prävention des assistierten Suizids angesprochen. Ausdrücklich eingeschlossen in die Arbeit der AG ist die Berücksichtigung der Situation von Angehörigen.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Medizinischen Versorgung finden Sie hier.

Zu der AG "Medizinische Versorgung" gehört auch die Untergruppe "Palliative Versorgung und Hospizarbeit." Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" wurde auch zur Palliativen Versorgung und Hospizarbeit ein Beitrag verfasst. Das Kapitel finden Sie hier.

„Niedrigschwellige Suizidprävention“
Sprecherin und Sprecher: Prof. Dr. Birgit Wagner/Prof. Dr. Reinhard Lindner
Kontakt: Niedrigschwellig@naspro.de

Umfasst im Schwerpunkt die niedrigschwellige Suizidprävention in den Bereichen außerhalb des medizinischen und beruflichen Bereichs, welche häufig von Initiativen, Vereinen, Stiftungen und kommunalen Trägern verantwortet wird.
Dies umfasst u. a. Beratungsstellen (Kinder und Jugendliche, Ehe und Familienberatung), telefonische- und Internetberatungsangebote (z. B. Telefonseelsorge, „Nummer gegen Kummer“), die Notfallseelsorge, Selbsthilfegruppen, z.B. für Hinterbliebene, spezielle Angebote für Migranten, LGBTQIA+, Arbeitslosigkeit, Kulturinitiativen und weitere.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Niedrigschwelligen Suizidprävention finden Sie hier.

„Suizidprävention in der Kindheit und Jugend“
Sprecher: Dr. Viktor Kacic, Dr. Frank Zimmermann
Kontakt: jungemenschen@naspro.de

Umfasst Suizidprävention in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Familie, Schule/Ausbildung und Peergruppen (psychosoziale Angebote und Einrichtungen) sowie auch in der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung. Ein besonderes Gewicht sollte auf die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitenden, auf Strukturen für effektive Krisenintervention sowie den Einbezug der Situation von Mitschülerinnen und Mitschülern etc. suizidaler Kinder und Jugendlicher sein.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Suizidprävention in der Kindheit und Jugend finden Sie  hier.

„Suizidprävention für alte Menschen“
Sprecher: Prof. Dr. Arno Drinkmann/Dr. Dipl.-Gerontologe Uwe Sperling
Kontakt: altemenschen@naspro.de

Die Arbeitsgruppe fokussiert auf Suizidalität und Suizidprävention bei Menschen im Alter über 60 Jahre und betrifft die Tätigkeit der Professionellen der ambulanten und stationären Altenhilfe, der Geriatrie, Gerontopsychiatrie und Gerontologie. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Situation von Hochbetagten gelegt werden.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Suizidprävention für alte Menschen finden Sie hier. 

"Justizvollzug"
Sprecherin: Dr. Maja Meischner-Al-Mousawi
Kontakt: Jusitzvollzug@naspro.de

Diese Arbeitsgruppe ist identisch mit der Bundesarbeitsgruppe Suizidprävention im Strafvollzug (https://www.bag-suizidpraevention.de/). In der AG sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Professionen aus dem Justizvollzug aller Bundesländer, sowie externe Mitglieder vertreten. Ziel ist es, Erfahrungen zu kommunizieren, Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien vorzustellen, Erkenntnisse auszutauschen und Komponenten der Suizidprävention zu entwickeln. Hierzu zählen Expertisen, Handlungsempfehlungen und Informationen für Mitarbeitende und Gefangene, besonders in allen Sprachen, die in Gefängnissen gesprochen werden.

„Verfügbarkeit von Suizidmethoden und -mitteln“
Sprecher: Prof. Dr. Dan Rujescu
Kontakt: Methodenrestriktion@naspro.de

Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der Verfügbarkeit von Suizidmethoden und -mitteln. Im Fokus stehen technische Aspekte der Suizidprävention, welche bei Bauwerken (Gebäuden, Brücken, Straßen, Bahngleisen und Bahnhöfen, Justizvollzugsanstalten etc.) beachtet werden sollten. Darüber hinaus betrifft dies auch die Konstruktion technischer Geräte (z.B. hinsichtlich Autoabgasen) sowie die Verfügbarkeit von Waffen und Gefahrstoffen, wie auch pharmazeutischen Wirkstoffen (Medikamenten), sowie die Kontrolle von deren Verbreitung.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Verfügbarkeit von Suizidmethoden finden Sie hier. 

"Beruf"
Sprecherin: PD Dr. Karoline Lukaschek
Kontakt: Arbeitsplatz@naspro.de

Die Arbeit der Arbeitsgruppe fokussiert auf suizidpräventive Maßnahmen in Unternehmen, Organisationen und Institutionen.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Suizidprävention im beruflichen Umfeld finden Sie hier. 

"Migration"
Sprecherin: Prof. Dr. Meryam Shouler-Ocak
Kontakt: Migration@naspro.de

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der Suizidprävention bei Migrantinnen und Migranten. Sie befördert die Suizidprävention in allen Institutionen, Problemlagen und spezifischen (u.a. kulturellen) Fragen. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die Situation geflüchteter Personen gelegt.

 

„Suizidprävention in den Medien und Öffentlichkeitsarbeit“
Sprecher: Prof. Dr. Frank Schwab
Sprecherin für internetbezogene Phänomene: Katja Rauchfuß
Kontakt: Medien@naspro.de

Die Arbeitsprojektgruppe hat die mediale Darstellung von Suiziden zum Thema (z.B. in klassischen und neuen Medien, in der Kunst, in realen und fiktiven Berichten, in Kultur und Werbung), wie auch den Umgang mit Suizidalität auf vernetzten Kommunikationsplattformen (z.B. Facebook, Twitter). Sie soll zum einen Empfehlungen für den Umgang damit entwickeln und zum anderen Vorschläge für eine nachhaltige Umsetzung (z.B. in der Aus-, Fort- und Weiterbildung, durch Unternehmensrichtlinien etc.) erarbeiten oder ggf. auch umsetzen. Dies betrifft ausdrücklich auch die mediale Kommunikation suizidpräventiver Angebote.

Im Rahmen des Projekts "Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven" entstand ein umfassender Abschlussbericht. Das Kapitel zur Suizidprävention in den Medien und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie hier. 

"Militär"
Sprecher: Oberstarzt Dr. Gerd Dieter Willmund
Kontakt: Streitkraefte@naspro.de

Die Arbeitsgruppe thematisiert Suizidprävention in der Bundeswehr und unterstützt die Koordination suizidpräventiver Aktivitäten in den Streitkräften, einschließlich eines internationalen Austausches.

"Angehörige"
Sprecher: Jörg Schmidt
Kontakt: Hinterbliebene@naspro.de

Die Arbeitsgruppe sieht ihre besondere Expertise in der Verbindung von Angehörigenarbeit und Suizidprävention. Sie spricht Organisationen der Angehörigen nach Suizid, aber auch der Angehörigen suizidaler Menschen an und befördert durch Öffentlichkeitsarbeit deren Anliegen.