Nachruf auf Barbara Urban

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Barbara Urban, die in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2026 verstorben ist.

Über viele Jahre hat sich Barbara mit außergewöhnlichem Engagement für die Suizidprävention eingesetzt. Als langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie für Suizidprävention e.V. (DASP), in der Steuerungsgruppe des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) und in der Begleitung zahlreicher Projekte hat sie unsere gemeinsame Arbeit maßgeblich unterstützt und mitgestaltet.

Barbara war eine Frau voller Ideen, Tatendrang und Lebensenergie. Sie hatte Visionen, dachte voraus und ließ sich auch von vermeintlich unüberwindbaren Schwierigkeiten nicht entmutigen. Wo andere zunächst Grenzen sahen, suchte sie nach Möglichkeiten. Was sie sich vorgenommen hatte, verfolgte sie mit großer Leidenschaft und Überzeugung. 

Ihre Arbeit war geprägt von großer Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch, etwas zu bewegen. Sie unterstützte die finanziellen und organisatorischen Angelegenheiten unseres Vereins, unseres Netzwerks und Projekte, brachte sich aber ebenso in inhaltliche Fragen ein. Barbara dachte mit, hinterfragte, gab Anregungen und hatte dabei stets die Zukunft im Blick.

Besonders am Herzen lagen ihr die Menschen, mit denen sie zusammenarbeitete. Sie war aufmerksam, herzlich und zugewandt. Gerade jüngere und neu hinzukommende Kolleginnen und Kollegen unterstützte sie mit großer Selbstverständlichkeit. Sie teilte ihre Erfahrungen, sprach Mut zu und gab anderen das Vertrauen, eigene Ideen zu entwickeln und ihren Weg zu gehen.

„Denke groß, wenn Du etwas erreichen willst." Diesen Gedanken gab Barbara anderen immer wieder mit auf den Weg. Und sie selbst lebte danach. Sie ermutigte dazu, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben, sich nicht kleiner zu machen, als man ist, und auch große Vorhaben mit Zuversicht anzugehen.

Barbara war eine kluge, selbstbestimmte und emanzipierte Frau, die für ihre Überzeugungen einstand. Ihre Unabhängigkeit, ihre Stärke und ihre Offenheit gegenüber neuen Ideen waren beeindruckend. Sie war ein Vorbild, nicht nur durch das, was sie erreichte, sondern auch durch die Art, wie sie anderen Menschen begegnete.

Für viele von uns war Barbara weit mehr als eine geschätzte Kollegin. Sie war eine liebe Freundin, eine vertraute Gesprächspartnerin und ein Mensch, bei dem man Wärme, Zuspruch und Unterstützung fand. Ihre Herzlichkeit, ihre Zuversicht und ihre Freude daran, gemeinsam etwas zu gestalten, werden uns sehr fehlen.

Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke. In unserem Verein und Netzwerk, in der Suizidprävention und vor allem bei den Menschen, die sie kannten und ihr nahestanden.

Wir sind dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre, für ihr unermüdliches Engagement, ihre Freundschaft und all das, was sie uns mitgegeben hat.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Menschen, die um sie trauern.

Barbara hat uns ermutigt, groß zu denken und an Möglichkeiten zu glauben. Diese Zuversicht wird uns bleiben.